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21.10.2020

Was bringt uns New Normal?

17.10.2020
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Karl Malik
Zugegeben: Das aktuelle Jahr hat es in sich: Es war nicht nur „einfach“ eine Krise. Sie hat Vieles aufgezeigt und in Frage gestellt. Man liest, hört sagen und beginnt zu glauben, dass es kein „Normal“ mehr geben wird. Für den Zustand, der nun nach einer Übergangszeit kommt, ist sogar ein Begriff kreiert worden: „NewNormal“ erwartet uns bis auf Weiteres. Was dann allenfalls nach „NewNormal“ kommt, wenn dieses „new“ dann mal „alt“ ist oder von einer weiteren Krise abgelöst ist, steckt noch in der Kreativitäts-Pipeline zeitgenössischer Wortschöpfer.
Corona verändert unsere gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Und das nicht nur kurzfristig. Das mag beispielsweise im Konsumbereich durchaus eine reinigende Demuts-Wirkung beim Einzelkonsumenten haben. Aber dass jetzt Skepsis, Unsicherheiten und Ängste gerade für alles Mögliche coronaverursacht herhalten sollen, etwas nicht zu tun, weil es in wohliger Lethargie eben auch auszuhalten war, ist nicht intelligent. Corona & Co. hat auch zu so mancher Absurdität in den Unternehmen und insbesondere in den Chefetagen geführt.
Auch wenn man von der zöpfigen schwedischen Jung-Umweltaktionistin Greta Thunberg seit geraumer Zeit nur mehr sehr wenig öffentlichkeitswirksam in Bezug auf Protesten zum begrüßenswerten Schutz der Umwelt hört: Damit haben sich ja viele der Forderungen der bemühten Umweltschützer fast über Nacht erfüllt. Ganze Industrien - wie die Luftfahrt, Hotel- und Beherbungsgewerbe, Restaurants etc. - liegen am Boden. Ihre Existenz bleibt ungewiss. Millionen Menschen fürchten dadurch um ihre Existenz.
Der Standort Deutschland als Hinterbänkler einer flächendeckenden Breitband-Internet-Technologie leistet dazu keinen fortschrittlichen Beitrag. Doch es bewahrheitet sich auch, dass Vieles mit weniger Aufwand auch funktioniert. So zum Beispiel ist es nicht erforderlich, für jedes Meeting von A nach B zu reisen. Digitales Marketing kann Verkaufsprozesse wertvoll unterstützen, kann jedoch den persönlichen Kontakt nicht ersetzen.
Die Prolongierung der Insolvenz-Regeln, bei dem Insolvenzen verzögert werden, die Kurzarbeitsregeln weiter über ein Jahr hinaus zu verlängern, sind keine zukunftsorientierte Lösungsansätze.
Der wahrnehmbare Status quo ist, dass diese Sommerpause 2020 die Besonderste ihrer Zeit war. Nicht erreichbare Telefon- oder Mailkontakte wurden vielfach der Corona-Krise geschuldet. Und nun die befürchtete Zweite Welle dieser heimtückischen Corona-Virus-Epidemie.
Abwarten statt handeln? Warten statt neue Wege zu gehen?
Viele hochkarätige Events, Kundentage mussten abgesagt oder in 2021 verschoben werden. Auch der von meiner Unternehmensberatung Malik & Partner International seit November 2019 bis Ende August 2020 mit hochkarätigen Referenten und sehr viel Aufwand vorbereitete EuropeanMediaCongress in der Heidelberger PrintMediaAcademy musste auch für den 9./10. November 2020 abgesagt werden. Wir planen nun für 31. Mai und 1. Juni 2021. Jetzt geht es darum, die Überbrückung der tiefsten Wirtschaftskrise seit der Jahrtausendwende zu bewältigen. Das bedarf vor allem eines nicht: Jammern und klagen, sondern den Schulterschluss der Vorwärtsdenkenden.
Es geht um den Schulterschluss von Managern der Medienindustrie, gemeinsam den Qualitätsjournalismus, kreative Investitionen in Verlage, Medienhäuser voranzubringen. Es wird den Fortschritt der Medien geben. Damit wird ein gerade jetzt ein so wichtiger Beitrag für die Zukunft der Medienindustrie geleistet.
Es gilt vorwärts zu denken. Und wer kann - zu lenken.
Herzlichst, achten Sie bitte auf Ihre Gesundheit!
Ihr

Prof. Ing. Karl Malik
www.premedianewsletter.de

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